Trail Braking ist die Fahrtechnik, die Bremse über den Einlenkpunkt hinaus gedrückt zu halten und bis zum Scheitelpunkt der Kurve allmählich zu lösen.
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Wie funktioniert Trail Braking?
Beim Bremsen verlagert sich das Gewicht nach vorn. Die Vorderreifen bekommen mehr Anpressdruck. Wer die Bremse über den Einlenkpunkt hinaus hält, erhält diese Last. Laut Wikipedia sinkt dadurch das Untersteuern, und das Auto dreht besser ein. Den Bremsdruck löst der Fahrer irgendwo zwischen Einlenkpunkt und Scheitelpunkt, teils erst am Scheitelpunkt selbst. Die Technik passt zu einer Linie mit spätem Scheitelpunkt, so Sim Racing Cockpit. Das Prinzip dort: Je enger die Kurve, desto mehr wird geradeaus gebremst.
Wie viel Trail Braking sinnvoll ist, hängt von der Kurve ab. Sim Racing Cockpit nennt als Faustwerte:
| Kurventyp | Bremsen geradeaus | Trail Braking |
|---|---|---|
| Spitzkehre | etwa 80 % | etwa 20 % |
| schnelle Kurve | etwa 20 % | etwa 80 % |
Was bedeutet das in der Praxis?
Beispiel: Du fährst in einen Rechtsknick. Du bremst geradeaus, lenkst ein und lässt dabei das Pedal langsam kommen, statt es abrupt freizugeben. Box This Lap nennt zwei typische Fehler aus Gran Turismo 7: zu viel Bremsdruck blockiert die Vorderreifen, ein abruptes Lösen kostet Stabilität.
Für das feine Dosieren sind Pedale mit Kraftsensor wichtig. Sim Racing Cockpit schreibt, wegbasierte Pedale lösen die kleinen Druckänderungen nicht auf. Eine Load Cell misst Kraft statt Weg und macht den Druck wiederholbar. Nicht jede Kurve braucht Trail Braking. Wähle Kurven, in denen das Auto sonst untersteuert.
Verwandte Begriffe: Load Cell, Bremspunkt, Scheitelpunkt, Ideallinie. Passende Seiten: Sim-Racing-Pedale und Load-Cell-Pedale erklärt.
