Ein Motion Rig ist ein Sim-Racing-Cockpit auf einer beweglichen Plattform, die Beschleunigen, Bremsen und Kurvenkräfte durch Neigen oder Verschieben des Sitzes spürbar macht.
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Wie funktioniert ein Motion Rig?
Eine Bewegungsplattform bewegt den Sitz passend zu dem, was das Auto in der Sim macht. Laut Wikipedia kann sie sechs Freiheitsgrade (DOF) abdecken: drei Drehungen und drei Verschiebungen. Das Gehirn erkennt Beschleunigungen, nicht gleichmäßige Bewegung. Deshalb führen Washout-Filter die Plattform langsam in die Mitte zurück, unterhalb der Wahrnehmungsschwelle.
| Freiheitsgrad | Bewegung | Fahrgefühl |
|---|---|---|
| Pitch | Nicken | Bremsen und Beschleunigen |
| Roll | Seitenneigung | Kurvenlage |
| Yaw | Drehen um die Hochachse | Übersteuern, Drift |
| Surge, Sway, Heave | vor/zurück, seitlich, auf/ab | Längs-, Quer-, Vertikalkräfte |
Was bedeutet das in der Praxis?
Die Next Level Racing Motion Platform V3 ist ein 2DOF-System für Pitch und Roll. Der Hersteller nennt maximal ±10 Grad, 20 Grad pro Sekunde und 360 Grad pro Sekunde² Beschleunigung. Sitz und Fahrer dürfen zusammen höchstens 130 kg wiegen. Sie lässt sich ohne Umbau am GTtrack montieren.
Eine 2DOF-Plattform deckt Nicken und Rollen ab. Für alle sechs Freiheitsgrade nutzen moderne Systeme laut Wikipedia sechs Stellzylinder in Form eines Hexapods, bekannt als Stewart-Plattform, wie sie auch in Flugsimulatoren zum Pilotentraining dient.
Plane für ein Motion Rig mehr ein als die Plattform selbst. Du brauchst einen steifen Rahmen, Platz rundherum und einen Stromanschluss, denn die V3 nimmt laut Hersteller 321 W auf. Beim harten Bremsen kippt der Sitz nach vorn, du spürst Druck im Gurt.
Verwandte Begriffe: Sim Rig, Bass Shaker, Gurtstraffer, Aluprofil. Passende Ratgeber: Bestes Sim Rig und Sim-Racing-Setup.
