Ein Gurtstraffer ist ein Mechanismus, der den Sicherheitsgurt anzieht: im Auto bei einem Unfall, im Sim Racing per Motor als Fahrgefühl bei Bremsen und Beschleunigen.
Wie funktioniert ein Gurtstraffer?
Im Auto gehört der Gurtstraffer zu den passiven Sicherheitssystemen. Das Airbagsteuergerät löst ihn aus, sobald Sensoren eine Kollision erkennen. Laut Wikipedia zieht er den Gurt innerhalb von etwa 10 bis 15 Millisekunden um bis zu 15 Zentimeter an. Der Insasse nimmt dadurch früher an der Verzögerung des Fahrzeugs teil. Es gibt pyrotechnische und mechanische Bauarten.
Im Sim Racing meint der Begriff etwas anderes: den aktiven Gurtstraffer. Ein Motor zieht den Gurt nicht einmal, sondern dauerhaft und fein dosiert an. Das Open-Source-Projekt Simple Active Belt Tensioner beschreibt den Ablauf so: SimHub schickt die Telemetrie an ein Plugin, das Plugin rechnet sie in Drehmomentbefehle um und sendet sie über eine serielle Verbindung an die Motoren. Das Projekt nennt für seine Bauweise etwa 10 Kilogramm Kraft pro Gurt.
Was bedeutet das in der Praxis?
Beim Bremsen zieht der Gurt dich nach hinten gegen den Sitz, so wie die Verzögerung im echten Auto dich nach vorn drückt. Bei starker Beschleunigung liefert er ebenfalls einen Reiz. SimXPRO nennt als Einsatzfälle das Bremsen und kräftige Autos, bei denen das Heck einfedert.
Ein aktiver Gurtstraffer braucht ein steifes Rig. Auf flexiblen Aufbauten zieht er dich laut SimXPRO nur hin und her, ohne Nutzen.
- Keine Finger in die Nähe von beweglicher Gurthardware.
- Einen Schnellverschluss für den Notausstieg einplanen.
- Intensität niedrig beginnen.
- Das Projekt selbst gibt keine Sicherheitszusage. Du bist für Aufbau und Betrieb verantwortlich.
Verwandte Begriffe: Bass Shaker, Motion Rig, Sim Rig. Passende Seiten: Sim-Racing-Sitz und Cockpits und Sitze.
