Ein Hydraulikpedal ist ein Sim-Racing-Pedal, dessen Widerstand ein Hydraulikzylinder statt Federn oder Gummi erzeugt, sodass die Bremse über den Druck progressiv härter wird wie in einem echten Rennwagen.
Wie funktioniert ein Hydraulikpedal?
Im Hydraulikpedal drückt der Pedalarm auf einen Geberzylinder, eine Flüssigkeit überträgt die Kraft auf einen Nehmerzylinder. Der Widerstand wächst dadurch mit dem Druck und nicht mit der Federkennlinie.
Simagic beschreibt beim P-HYS, dass der Hydraulikzylinder den Widerstand vom Druck statt vom Weg abhängig macht. Das Pedal erreicht keinen festen Anschlag, sondern wird progressiv härter. Das Simagic P2000 S200 nutzt laut Händlerangabe eine vollhydraulische Bremse mit Master- und Slave-Zylinder, eine Load Cell mit 200 kg und ein Belleville-Federpaket, das den Druckpunkt der Kupplung nachbildet.
Hydraulikzylinder oder Hydraulikdämpfer?
Der Begriff ist nicht einheitlich. Heusinkveld setzt bei den Sim Pedals Ultimate+ Hydraulikdämpfer ein: Das Gas hat einen Einweg-Dämpfer, Bremse und Kupplung haben Zweiweg-Dämpfer, die die Bewegung in beide Richtungen bremsen. Den Widerstand liefern dort Federn und Elastomere. Die Bremse trägt laut Hersteller Kräfte bis 140 kg am Fußteller und hat eine Load Cell mit 200 kg.
| Bauart | Widerstand durch | Beispiel |
|---|---|---|
| Hydraulikzylinder | Flüssigkeitsdruck | Simagic P-HYS |
| Hydraulikdämpfer | Federn und Elastomere, der Dämpfer formt die Bewegung | Heusinkveld Ultimate+ |
Was bedeutet das in der Praxis?
Den Simagic P-HYS stimmst du über 38 farbige Druckplättchen ab. Du stapelst und mischst sie, vom weichen, progressiven Gefühl eines Straßenwagens bis zum harten Pedal mit kurzem Weg wie im Formelwagen. Laut Hersteller passt er ausschließlich zur Pedalserie Simagic P1000. Bei Kräften bis 140 kg brauchst du außerdem ein Rig mit steifer Pedalplatte.
Verwandte Begriffe: Load Cell, aktive Pedale und Kupplungspedal. Die Hardware im Überblick zeigt Sim-Racing-Pedale, die Messtechnik erklärt Load-Cell-Pedale erklärt.
