Aktive Pedale sind Sim-Racing-Pedale, bei denen ein Motor statt Federn, Gummi oder Hydraulik die Gegenkraft erzeugt und sich Kraft, Weg und Vibration per Software einstellen lassen.
Wie funktionieren aktive Pedale?
Aktive Pedale ersetzen Federn, Gummi und Hydraulik durch einen Motor. Beim Simucube ActivePedal läuft der Pedalarm mit Load Cell über eine Linearachse, in der ein Motor Gegenkraft und Vibration erzeugt. Eine Software regelt Kraft, Vibrationsfrequenz und Pedalweg über Profile.
Weil der Motor aktiv Kraft aufbringt, gibt das Pedal Rückmeldung: etwa das Pulsieren eines ABS-Eingriffs oder Eingriffe der Traktionskontrolle. Simucube kündigte den ActivePedal im Oktober 2022 an und stellte wartungsfreien Betrieb mit gleichbleibender Leistung in Aussicht. Ein Mitgründer erwartete, dass aktive Pedale langfristig mehr Wirkung haben werden als Direct-Drive-Lenkräder.
Was bedeutet das in der Praxis?
Weg, Kurve und Länge stellst du laut Hersteller aus dem Cockpit per Software ein. Das Pedal arbeitet als Gas, Bremse oder Kupplung. Wechselst du vom GT-Auto in den Formelwagen, lädst du ein anderes Profil, statt am Pedal zu schrauben.
Das System hängt am Simucube-Ökosystem. Die Verbindung läuft per Ethernet über den Link Hub, der sich am Rechner als ein USB-Gerät meldet. Es gibt zwei Modelle: ActivePedal Ultimate und ActivePedal Pro. Betrieb ist laut Hersteller mit Simucube-2- und Simucube-3-Wheelbases vorgesehen. Wer andere Pedale mitnutzen will, findet Adapter, etwa für Heusinkveld.
Der Unterschied zu passiven Pedalen liegt im Umbau. Bei Federn, Elastomeren oder Druckplättchen tauschst du Teile und schraubst. Beim aktiven Pedal ändert sich das Gefühl über die Software, mechanisch bleibt das Pedal unverändert. Dafür bindest du das Pedal in das Simucube-System ein.
Verwandte Begriffe: Hydraulikpedal, Load Cell und Force Feedback. Die Einordnung in die Pedalwelt liefert Sim-Racing-Pedale, den Messprinzip-Vergleich Load-Cell-Pedale erklärt.
