Glossar

Zahnradantrieb: Bedeutung im Sim Racing einfach erklärt

Warum Einsteiger-Lenkräder Zahnräder nutzen, was Schrägverzahnung bringt und wo die Grenzen liegen.

Kurz gesagt

Zahnradantrieb ist ein Antrieb, bei dem Zahnräder die Kraft eines kleinen Motors auf die Lenkachse übertragen; das Logitech G29 nutzt dafür schrägverzahnte Zahnräder.

Wie funktioniert ein Zahnradantrieb im Lenkrad?

Beim Zahnradantrieb greifen Zahnräder ineinander und geben die Drehbewegung des Motors an die Lenkachse weiter. Logitech setzt beim G29 auf zwei Motoren und schrägverzahnte Zahnräder, die nach Herstellerangabe Getrieben aus Autos nachempfunden sind.

Schrägverzahnung hat einen klaren Vorteil: Die Zähne greifen sanfter ein, meist tragen zwei oder mehr Zahnpaare gleichzeitig, der Lauf wird leiser. Der Preis sind höhere Reibungsverluste und seitliche Kräfte auf die Lager. Bei Geradverzahnung sind dagegen nur ein bis drei Zähne im Eingriff, die Stöße beim Zahneingriff sind härter.

Logitech gibt dem G29 zudem einen Hall-Effekt-Sensor für die Lenkwinkelmessung mit. Die Zahnräder übertragen also Kraft, den Winkel misst ein Magnetsensor.

Was bedeutet das in der Praxis?

Zahnrad ist die Bauart der günstigen Einsteiger-Sets. Die Daten aus dem Produktregister zeigen, wo die Grenze liegt:

Modell Antrieb Drehmoment (Hersteller) Lenkwinkel
Logitech G29 Zahnrad 2,3 Nm 900 Grad
Logitech G923 (PlayStation/PC) Zahnrad 2,3 Nm 900 Grad
Logitech RS50 Direct Drive 8 Nm 2700 Grad

G29 und G923 liefern gleich viel Drehmoment. Mit dem RS50 wechselt Logitech selbst auf Direct Drive. Nach dem Produktcheck wird das Force Feedback des G29 häufig als laut beschrieben, das gehört zur Bauart.

Für den Einstieg auf PS5 oder PC reicht ein Zahnradset. Wer feine Details am Kurvenausgang spüren will, kommt an Riemen oder Direct Drive kaum vorbei. Das G923 ergänzt TRUEFORCE-Haptik in unterstützten Spielen, am Antriebsprinzip ändert das nichts.

Verwandte Begriffe: Riemenantrieb, Direct Drive und Newtonmeter. Passende Seiten: Logitech G29 und G29 gegen G923.

Quellen