Newtonmeter (Nm) ist die Einheit des Drehmoments: 1 Nm entsteht, wenn eine Kraft von 1 Newton an einem senkrecht angreifenden Hebelarm von 1 Meter wirkt.
Was misst ein Newtonmeter beim Lenkrad?
Ein Newtonmeter beschreibt ein Drehmoment, also die Kraft, mit der sich etwas dreht. Für Drehmomente verwendet man die Einheit Nm, nicht Joule, obwohl beide dieselbe Dimension haben. Joule bleibt Arbeit und Energie vorbehalten.
Bei Wheelbases gibt der Hersteller meist das Spitzendrehmoment an. Moza nennt für die R9 V3 9 N·m peak torque. Das ist der Maximalwert, den der Motor kurzzeitig erreicht, nicht die Dauerlast.
Was bedeutet das in der Praxis?
Am Lenkradkranz spürst du keine Nm, sondern Kraft am Rand. Du rechnest sie aus: Kraft = Drehmoment geteilt durch den Radius. Bei einem Kranz mit 300 mm Durchmesser (Radius 0,15 m) ergibt sich:
| Drehmoment | Kraft am Kranzrand | Beispiel (Herstellerangabe) |
|---|---|---|
| 2,3 Nm | rund 15 N | Logitech G29 |
| 5 Nm | rund 33 N | Fanatec CSL DD |
| 9 Nm | 60 N | Moza R9 V3 |
| 25 Nm | rund 167 N | Simucube 2 Pro |
Ein Newton entspricht ungefähr der Gewichtskraft von 102 Gramm. Die 167 N der Simucube 2 Pro sind damit rund 17 Kilogramm am Kranzrand. Ein kleinerer Kranz erhöht die Kraft bei gleichem Nm: Mit 270 mm Durchmesser liegen 9 Nm bei rund 67 N.
Mehr Nm heißt mehr Dynamikumfang. Fanatec schreibt, dass feine Details fein bleiben und große Schläge kräftig ankommen. Den FF-Wert setzt du in Prozent des Maximums, 100 Prozent entsprechen dem vollen Nenndrehmoment.
Verwandte Begriffe: Force Feedback, Direct Drive, FFB-Clipping und Wheelbase. Passende Seiten: Lenkrad-Finder und Fanatec CSL DD.
