Telemetrie ist die automatische Aufzeichnung von Fahrzeug- und Fahrerdaten wie Geschwindigkeit, Pedalstellung und Lenkwinkel, die Du nach der Runde in Diagrammen auswertest.
Wie funktioniert Telemetrie?
Das Wort kommt aus dem Griechischen: tele heißt „fern“, metron heißt „Maß“. Gemeint ist das Erfassen von Messwerten und ihre automatische Übertragung an eine Auswertung. In der Formel 1 nutzen Ingenieure diese Daten, um das Auto optimal abzustimmen. Gemessen werden unter anderem Beschleunigungen in drei Achsen, Temperaturen, Raddrehzahlen, Federwege und Fahrereingaben.
Simulationen zeichnen eine Auswahl dieser Kanäle auf. Assetto Corsa Competizione (ACC) exportiert laut den Entwicklern Speed, Drehzahl, Gang, Brems- und Gaspedal, Lenkwinkel, Quer- und Längsbeschleunigung, Raddrehzahlen und Dämpfergeschwindigkeit. Du aktivierst die Aufzeichnung im Setup unter „Electronics“, indem Du die Zahl der zu speichernden Runden festlegst.
Historisch ist die Formel 1 der Vorreiter: Dort entstand Anfang der 1990er-Jahre die Zweiwege-Telemetrie, mit der Teams Einstellungen am fahrenden Auto ändern konnten. Die FIA verbot das ab der Saison 2003.
Was bedeutet das in der Praxis?
ACC legt die Dateien als .ld im Ordner „Documents/Assetto Corsa Competizione/MoTeC“ ab. Du öffnest sie mit der Software MoTeC i2. Dort legst Du zwei Runden übereinander, zum Beispiel Deine eigene und eine schnellere.
- Bremskanal: Du siehst, wo die Bremse früher oder später greift.
- Gaskanal: Du erkennst, wo Dein Vergleichsfahrer früher voll beschleunigt.
- Lenkwinkel: Du siehst unruhige Korrekturen, die Zeit kosten.
Die Entwickler weisen darauf hin, dass ACC weniger Kanäle liefert als der Vorgänger, weil die Daten echter GT3-Autos teils unter Vertraulichkeit stehen.
Verwandte Begriffe: Hotlap, Ghost Car, Fahrzeug-Setup und Bremsbalance. Passende Hardware-Themen: Setups und Spiele.
