Glossar

Bremsbalance: Bremskraftverteilung im Sim Racing

Die Bremsbalance entscheidet, ob Dein Auto beim Anbremsen stabil bleibt oder an einer Achse blockiert.

Kurz gesagt

Bremsbalance ist die Aufteilung der Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterachse, angegeben als Prozentwert oder Verhältnis, zum Beispiel 52 Prozent vorn beziehungsweise 52/48.

Wie funktioniert die Bremsbalance?

Die Bremsbalance gibt an, wie viel der Bremskraft auf die Vorderräder und wie viel auf die Hinterräder wirkt. Laut Wikipedia wird sie als Prozentwert (52 Prozent vorn) oder als Verhältnis (52/48) angegeben. Bei Rennwagen ist sie Teil des Setups und lässt sich oft während der Fahrt verstellen. In der Formel 1 dient dafür ein Drehregler am Lenkrad. Laut Reglement ist eine Verstellung nur ohne betätigte Bremse erlaubt.

Die Verteilung beeinflusst direkt das Fahrverhalten:

Zu viel Bremskraft Folge
Vorn Auto schiebt, lenkt schlecht ein, Vorderräder blockieren
Hinten Heck wird unruhig, Auto dreht sich

Als Orientierung nennt Wikipedia für Serienautos rund 80 Prozent Frontanteil bei Frontantrieb und 60 bis 70 Prozent bei Heckantrieb. Rennsetups liegen teils bei 55/45 oder 50/50, um Reifen zu schonen. Bei Brake-by-Wire-Systemen verschiebt die Brake Migration die Balance sogar während der Kurve.

Was bedeutet das in der Praxis?

Blockieren die Vorderräder beim Anbremsen, verschiebst Du die Balance nach hinten. Wird das Heck unruhig oder dreht sich, verschiebst Du sie nach vorn. Während eines Rennens ändert sich die Idealeinstellung, weil Spritgewicht, Streckengrip und Wetter wechseln.

Viele Simulationen lassen die Bremsbalance über Tasten oder eine Button Box live verstellen. Gerade bei langen Rennen lohnt sich das.

Verwandte Begriffe: ABS, Trail Braking, Button Box und Fahrzeug-Setup. Das Gefühl dazu hängt auch von Deinen Pedalen ab: Sim-Racing-Pedale.

Quellen