Ein Potentiometer ist ein einstellbarer Widerstand, der über einen Schleifkontakt auf einer Widerstandsbahn eine Position als Spannung ausgibt und in Einsteiger-Pedalen den Pedalweg misst.
Wie funktioniert ein Potentiometer im Pedal?
Ein Potentiometer besteht aus einer Bahn aus begrenzt leitfähigem Material oder aus Drahtwindungen. Ein beweglicher Schleifkontakt gleitet darüber. Je nach Stellung ändert sich der Widerstand zwischen dem Schleifer und den Enden der Bahn. Die Elektronik liest daraus eine Spannung und macht daraus den Achsenwert, den das Spiel erhält.
Drehpotentiometer haben üblicherweise einen Drehwinkel von 270 Grad. Im Pedal folgt der Sensor dem Winkel des Pedalarms. Der Unterschied zum Hall-Sensor: Der Schleifer berührt die Bahn bei jeder Bewegung, ein Hall-Sensor arbeitet berührungslos über ein Magnetfeld.
| Sensor | Misst |
|---|---|
| Potentiometer | Pedalweg über einen Schleifkontakt |
| Hall-Sensor | Pedalweg über ein Magnetfeld, berührungslos |
| Load Cell | Druck auf das Pedal |
Was bedeutet das in der Praxis?
Ein Potentiometer misst den Weg, nicht die Kraft. Ein Review zu den Moza SR-P-Pedalen beschreibt den Unterschied: Load-Cell-Systeme messen den Druck, potentiometerbasierte Pedale messen nur, wie weit das Pedal gedrückt ist. Bei der Bremse dosierst du deshalb über den Weg. Feder und Elastomer am Pedal bestimmen, wie sich dieser Weg anfühlt.
Ein konkretes Beispiel liefern die Pedale des Logitech G27 und G29. Laut einem Community-Projekt auf GitHub sitzen dort serienmäßig Potentiometer. Das Projekt ersetzt sie durch Hall-Sensoren vom Typ A1324, deren Signal über den Drehbereich von 70 Grad des Pedals „sehr linear“ ausfällt.
Verwandte Begriffe: Hall-Sensor, Load Cell und Handbremse. Mehr zum Sensorprinzip bei Bremspedalen steht in Load-Cell-Pedale erklärt, eine Übersicht bietet Sim-Racing-Pedale.
