Glossar

GT3: Klasse, Regeln und BoP im Sim Racing erklärt

Die weltweit verbreitete GT-Klasse: seriennahe Rennwagen, ausgeglichen durch eine Balance of Performance.

Kurz gesagt

GT3 ist eine von der SRO Motorsports Group entwickelte und von der FIA geregelte Klasse für seriennahe GT-Rennwagen, deren Leistungsniveau eine Balance of Performance angleicht.

Wie funktioniert die GT3-Klasse?

Stéphane Ratel, Chef der SRO Group, konzipierte GT3 als Klasse, die den Einstieg in den GT-Rennsport vereinfacht. Die SRO führte sie 2005 ein, das FIA-Reglement stand 2006. Die Autos wiegen laut Wikipedia 1.200 bis 1.300 Kilogramm und leisten rund 500 bis 600 PS. Alle haben ABS, Traktionskontrolle und eingebaute Wagenheber.

Weil Front-, Mittel- und Heckmotor-Konzepte unterschiedlich schnell sind, greift die Balance of Performance (BoP). Sie wurde laut Fanatec mit GT3 eingeführt und 2006 erstmals angewendet. Der Veranstalter justiert damit vier Stellschrauben:

Stellschraube Wirkung
Tankvolumen Länge der Stints und Strategie
Ballast Korrigiert das Gesamttempo
Luftmengen- oder Ladedruckbegrenzung Begrenzt die Motorleistung
Mindest-Fahrhöhe Beeinflusst Aerodynamik und Fahrverhalten

Fanatec nennt die SRO-Meisterschaften wie die GT World Challenge und die Klasse LMGT3 der WEC als Serien mit BoP. Zum Stand Januar 2026 besitzen laut Wikipedia 19 Fahrzeuge eine gültige Homologation. Sie läuft nach sieben Jahren ab, wenn sie nicht verlängert wird.

Was bedeutet das in der Praxis?

Fanatec nennt Assetto Corsa Competizione, iRacing und Le Mans Ultimate als Sims mit BoP. Ändert sich nach einem Update Gewicht oder Leistung Deines Autos, passt ein altes Setup nicht mehr zwingend. Lies deshalb die Release Notes, bevor Du ein Liga-Rennen fährst.

Da GT3-Wagen ABS und Traktionskontrolle mitbringen, stellst Du beides am Auto ein. Beginne mit der Stufe, die Dir Reserven lässt, und taste Dich zur Grenze vor.

Verwandte Begriffe: ABS, Traktionskontrolle, LMP2 und Hypercar. Passende Seiten: Bestes PC-Lenkrad und Setups und Spiele.

Quellen