Die Traktionskontrolle (TC) ist ein Regelsystem, das Motormoment oder Bremseingriff an den Antriebsrädern reduziert, sobald sie durchdrehen, damit das Auto beim Beschleunigen stabil bleibt.
Wie funktioniert die Traktionskontrolle?
Drehzahlsensoren überwachen die Antriebsräder. Laut Wikipedia regelt die Antriebsschlupfregelung das Antriebsmoment, sobald der Radschlupf etwa 10 bis 20 Prozent überschreitet. Dafür gibt es zwei Eingriffsarten: Das Motormanagement senkt das Motormoment, der Bremseingriff bremst über das ABS einzelne Antriebsräder.
Mercedes brachte die erste moderne ASR 1986 in der Baureihe W 126. Im Motorsport ist sie teils verboten: Die Formel 1 schreibt seit 2008 ein Einheits-Steuergerät ohne Traktionskontrolle vor.
Das Motormanagement greift auf mehrere Stellgrößen zu. Laut Wikipedia kürzt die Traktionskontrolle Kraftstoff- oder Zündzufuhr einzelner Zylinder, schließt die Drosselklappe oder senkt bei Turbomotoren den Ladedruck. Computergestützte Frühformen gab es schon 1971 mit Buicks MaxTrac.
Was bedeutet das in der Praxis?
In Assetto Corsa Competizione sind zwei Werte getrennt einstellbar. Coach Dave Academy beschreibt sie so:
- TC1: Wie viel Schlupf die Räder haben dürfen, bevor die Leistung gekappt wird.
- TC2: Wie stark die Leistung gekappt wird, sobald TC1 eingegriffen hat.
Bricht dein Auto beim Herausbeschleunigen aus, erhöhst du den Eingriff. Dafür verlierst du Beschleunigung. Senkst du ihn, gewinnst du Leistung, musst das Gaspedal aber selbst dosieren.
Starte mit mehr Eingriff und reduziere ihn in kleinen Schritten, sobald du das Auto beherrschst.
Bei Regen drehen die Antriebsräder früher durch. Ein höherer Eingriff gleicht das aus. In Assetto Corsa Competizione legst du TC und ABS auf Lenkradtasten und passt sie während der Fahrt an.
Verwandte Begriffe: ABS, Differential, Übersteuern. Weitere Einstellungen findest du in der Themenwelt Setups und Spiele.
