Glossar

Lenkwinkel im Sim Racing: Bedeutung und passende Einstellung

Der Lenkwinkel legt fest, wie weit du das Lenkrad drehst. Passt er nicht zum Auto, stimmt das Lenkgefühl nicht.

Kurz gesagt

Der Lenkwinkel gibt in Grad an, wie weit sich das Lenkrad von Anschlag zu Anschlag drehen lässt; im Sim Racing muss er zum gefahrenen Auto passen.

Warum haben Autos unterschiedliche Lenkwinkel?

Die Lenkübersetzung bestimmt, wie viele Grad am Lenkrad nötig sind, um die Räder zu drehen. Laut Wikipedia liegt sie bei den meisten Pkw zwischen 12:1 und 20:1. Rennwagen haben typischerweise eine sehr niedrige Übersetzung. Sie brauchen deshalb weniger Lenkraddrehung als ein Straßenauto. Zur Orientierung: 360° sind eine volle Umdrehung, 900° sind 2,5 Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag. Ein Wert von 900° wirkt am Lenkrad also deutlich großzügiger als ein Wert von 360°.

Die Folge zeigt sich in den Daten für Assetto Corsa Competizione. Traxion.gg nennt je Auto einen eigenen Wert:

Auto in ACC Lenkwinkel
BMW M2 CS Racing 360°
Ferrari 488 480°
Porsche 911 GT3 R 800°
Maserati GranTurismo MC 900°

Was bedeutet das in der Praxis?

Der Drehbereich am Lenkrad und der Wert im Spiel müssen übereinstimmen. Nur dann entspricht eine Handbewegung genau der Bewegung des virtuellen Lenkrads. Auf Konsole stellst du beide Werte selbst gleich ein. Am PC setzen viele Fahrer laut Traxion.gg beide auf 900° und überlassen dem Spiel die Begrenzung per Soft Lock.

Moza gibt in seinem Pit-House-Leitfaden Richtwerte für den Maximalwinkel: 360° für Formelwagen, 540° für GT und Sportwagen, 900° für Straßenwagen, Rallye und Drift. Ein größerer Winkel bringt laut Moza mehr Präzision, verlangt aber mehr Armbewegung.

Verwandte Begriffe: Soft Lock, Force Feedback, Wheelbase. Passende Seiten: Lenkwinkel einstellen und Lenkrad und Pedale kalibrieren.

Quellen