Du willst schneller werden, konstanter fahren und dein Setup logisch statt „nach Gefühl“ optimieren? Dann brauchst du Simracing Telemetrie-Tools. Sie sind die Blackbox deines SimRacing-Rigs: Gas, Bremse, Lenkung, Gänge, Reifentemperaturen, Federwege, Dämpfer, Aero – alles wird aufgezeichnet, visualisiert und vergleichbar gemacht. Der Clou: Mit Telemetrie erkennst du objektiv, warum eine Runde schneller ist, wo du Zeit verlierst und welche Setup-Änderung wirklich hilft.
Dieser Leitfaden zeigt dir Simracing Telemetrie-Tools im Vergleich: Was sie können, wie du sie einrichtest, welche Workflows funktionieren, welche Tools für iRacing, ACC, rFactor 2, Assetto Corsa & Co. besonders geeignet sind – samt Tabellen, Praxisbeispielen, typischen Fehlern und einer klaren Kauf-/Nutzungsberatung. So setzt du Daten in Pace um.
Warum Simracing Telemetrie-Tools deine Lernkurve abkürzen
Mit Simracing Telemetrie-Tools lernst du schneller, weil sie dir Antworten geben, die du „On-Feeling“ oft übersiehst:
- Objektivität statt Bauchgefühl: Du siehst exakt, ob der spätere Bremspunkt wirklich schneller war.
- Vergleichbarkeit: Überlagere deine PB-Runde mit einer Referenz (Teamkollege, Coach, Ghost) und sieh wo das Delta kippt.
- Setup-Nachvollziehbarkeit: Camber, Sturz, Stabi, Dämpfer – siehst du im Trace, nicht nur im Hintern.
- Konstanz-Training: Streuung und Rhythmus werden messbar; du übst gezielt die „schwachen Kurven“.
- Strategie & Reifenfenster: Temperaturen, Drücke, Degradation – du lernst, das Fenster zu „fahren“.
Kurz: Telemetrie ist die Abkürzung zu besseren Entscheidungen. Und bessere Entscheidungen bedeuten bessere Zeiten – stabil und wiederholbar.
Die wichtigsten Signale, die Simracing Telemetrie-Tools liefern
Bevor wir Simracing Telemetrie-Tools im Vergleich betrachten, ein schneller Überblick, welche Daten wirklich zählen:
- Lenkwinkel, Gas, Bremse: die „heilige Dreifaltigkeit“ der Kontrolle.
- Geschwindigkeit & Delta: zeigt sofort, wo du Zeit gewinnst/verlierst.
- Gänge, Drehzahl, Schaltpunkte: Rhythmus und Traktion.
- Reifen: Oberflächentemp, Kerntemp, Druck – das „Grip-Fenster“.
- Fahrwerk: Federweg, Dämpfer-Histogramme, Heave/Pitch/Roll (je nach Sim).
- Aero (wo verfügbar): Ride Height vs. Downforce-Effekte.
- Streckenbezug: Track Map, Bremspunkte, Lenkwinkel zur Kurvennummer.
- Konstanzmetriken: Standardabweichung der Kurventimes, Varianz Start-/Ziel.
Mit diesen Größen kannst du jeden Stint, jede Runde und jede Änderung logisch bewerten.
Tool-Landschaft: Welche Simracing Telemetrie-Tools gibt es?
Es gibt viele Lösungen – von kostenlosen Loggern bis zu Profi-Suiten. Die geläufigsten Vertreter:
- MoTeC i2 (häufig in ACC/rF2-Workflows; leistungsstark, professionell)
- Z1 Analyzer (starke Visualisierung, Coaching-Overlays, kompatibel mit vielen Sims)
- VRS (Virtual Racing School) (Analyse + Coaching/Referenzlaps, besonders bei iRacing populär)
- Atlas / Atlas-ähnliche Logger (klassische Telemetry Viewer/Logger)
- SimHub (Telemetry/ShakeIt/Overlays) (nicht primär Analyse, aber Live-Signale & Export)
- Racelab-ähnliche Tools / Overlays (mehr In-Race-Infos; teils Telemetry-Exports)
- ACC und AC Plugins (z. B. integrierte MoTeC-Exports, Shared Memory Logger)
- rFactor 2 DAMPlugin (schreibt MoTeC-kompatible Logs)
- iRacing-eigene Telemetry/SDK-Outputs (Basis für VRS, Atlas etc.)
Im nächsten Kapitel schauen wir uns Simracing Telemetrie-Tools im Vergleich strukturiert an – nach Funktionsumfang, Kompatibilität, Lernkurve, Preis/Modell und Praxisnutzen.
Simracing Telemetrie-Tools im Vergleich: Funktionen & Eignung
Kurzüberblick (Tabelle)
| Tool | Stärke | Eignung | Lernkurve | Plattform-Support | Preis/Modell |
|---|---|---|---|---|---|
| MoTeC i2 | Profi-Analyse, Dämpfer, Histogramme, Math Channels | Setup-Engineering, ACC/rF2 | Mittel–hoch | ACC, rF2 (via Export/DAMPlugin), teils AC | meist kostenloser Viewer |
| Z1 Analyzer | Nutzerfreundlich, Coaching-Overlays, Brems/Gas-Guide | Fahrer-Coaching, Multisim | Niedrig–mittel | iRacing, ACC, AC, rF2, AMS… | Lizenz (einmalig/abo, je nach Version) |
| VRS | Referenzlaps, Online-Vergleich, Coaching-Ökosystem | iRacing-Fokus & Driver Development | Niedrig | iRacing, teils weitere | Abo (Pakete) |
| Atlas | Klassischer Logger/Viewer, flexibel | Daten-Nerds & Historiker | Mittel | iRacing/SDK-basierte Sims | meist kostenlos |
| SimHub | Live-Telemetrie, Overlays, Export | Live-Info, Shaker/LED, Basis-Analyse | Niedrig | sehr breit | Donationware/Module |
| rF2 DAMPlugin | MoTeC-Export, Dämpferdaten | rF2-Nutzer & Setups | Mittel | rF2 | kostenlos |
| ACC MoTeC Export | Nahtlos i2-Workflow | ACC-Fahrer | Niedrig | ACC | integriert |
| AC Logger/Apps | Shared Memory, Exporttools | AC-Fans | Niedrig | AC | kostenlos |
Fazit aus der Tabelle:
- Willst du tief ins Setup: MoTeC i2 (mit ACC Export oder rF2 DAMPlugin).
- Willst du fahren & verstehen ohne steile Kurve: Z1 Analyzer.
- Willst du gegen starke Referenz lernen: VRS (insb. iRacing).
- Willst du live Infos, Overlays, Shaker: SimHub (und später Export in ein Analyse-Tool).
Die Big Four im Detail
MoTeC i2 – der Profi-Standard für Setup-Engineering
Warum: In der realen Motorsportwelt etabliert. Liefert extrem tiefen Einblick in Dämpfer, Federwege, Reifendaten, Kanäle und erlaubt eigene „Math Channels“.
Ideal für: Ambitionierte Fahrer/Ingenieure, die Setups entwickeln, Dämpfer-Histogramme lesen und Aerodynamik/Balance nachvollziehen möchten.
Stärken:
- Sehr mächtige Grafen (Lenkwinkel vs. Längsbeschleunigung, Dämpfer-Velocity-Histogramme, Ride Height Trends)
- Math Channels: eigene Kennwerte (z. B. Combined Slip, Aero-Effizienz, Brake Migration)
- Vergleichsmodus für Laps/Sessions
Nachteile:
- Höhere Einstiegshürde; braucht Zeit und Grundverständnis
- UI wirkt alt, aber ist robust
Typischer Workflow (ACC/rF2):
- Im Spiel MoTeC-Export aktivieren (ACC) bzw. DAMPlugin nutzen (rF2).
- Nach dem Stint die LDX/Log-Datei in i2 öffnen.
- „Workspace“ laden (Community-Vorlagen) oder eigene Seiten bauen.
- Laps vergleichen, Kurven abschnittsweise analysieren.
- Setup-Hypothesen ableiten (z. B. Rebound hinten zu hoch → Traktion schlecht aus langsamen Ecken).
Z1 Analyzer – schnelle Lernfortschritte, starke Visuals
Warum: Sehr zugängliche Darstellung: Brems-/Gas-Guides, „Brake Points“, Lenkwinkel vs. Speed, Visualisierung deiner Linie.
Ideal für: Fahrer, die ohne Daten-Ingenieur-Studium sofort von Telemetrie profitieren wollen.
Stärken:
- Intuitive Dashboards, Zeitgewinn-Hinweise, „wo genau“ du zu früh/spät bist
- Viele Sims werden unterstützt
- Coaching-Anmutung ohne Abo
Nachteile:
- Nicht so tief wie i2 in Dämpfer/Aero
- Lizenzmodell je nach Version; für Teams summiert es sich
Typischer Workflow:
- Session fahren, Log importieren (oder live verbinden).
- Schnellste Runde mit Referenz (PB/Kollege) überlagern.
- Tool zeigt: Hier 6 km/h zu langsam am Apex; Bremse 0,2 s zu lang gezogen.
- Nächster Stint: Nur diese eine Sache korrigieren.
VRS – Referenz-Laps, Online-Coaching, Community
Warum: Du lernst am schnellsten, wenn du eine gute Referenz hast. VRS bietet pro Car/Track starke Ghosts/Datensätze (besonders iRacing).
Ideal für: iRacing-Fahrer, die strukturiert auf Pace trainieren und ggf. Coaching dazu buchen möchten.
Stärken:
- Sehr klare „Delta-Erziehung“: du siehst genau, wo die Zeit liegt
- Setups, Linien, Bremspunkte in einem Ökosystem
- Community-Vergleich (Rankings)
Nachteile:
- Abo-Kosten
- Fokus auf iRacing – andere Sims teils weniger abgedeckt
- Nicht die tiefste Engineering-Tiefe (dafür i2 nutzen)
Typischer Workflow:
- Referenz-Lap downloaden, deine Lap dagegenhalten.
- Delta-Einbrüche lokalisieren → zwei Ecken isoliert üben.
- Session erneut fahren → wiederholen, bis Delta stabil <0,2 s.
SimHub – Live-Telemetrie, Overlays, Haptik & Export
Warum: Während i2/VRS/Z1 eher „nach dem Stint“ glänzen, ist SimHub ein Live-Swiss-Army-Knife: Dashboards, LED, Shaker, Windsim, Overlays – plus Telemetry-Export für spätere Analyse.
Ideal für: Jeden. Als Ergänzung neben einem Analyse-Tool fast unschlagbar.
Stärken:
- Universell: unterstützt sehr viele Sims und Geräte
- Live Feedback (Delta, Shiftlights, Flaggen, Warnungen)
- Export-Brücke: die Daten landen später in i2/Z1/Atlas
Nachteile:
- Kein vollwertiger Engineering-Analyzer
- Mit zu vielen Effekten kann’s Systemsressourcen kosten – Maß halten
Typischer Workflow:
- Live mit Overlay/Dash fahren, Delta und Warnungen nutzen.
- Exportierte Logs anschließend in i2/Z1 durchsehen.
- Nächste Session gezielt mit To-dos angehen.
Praxis: Der 5-Schritte-Workflow, der immer funktioniert
Egal welches Tool – dieser Ablauf macht Simracing Telemetrie-Tools maximal nützlich:
- Hypothese formulieren
„Ich verliere in T7 auf der Bremse“ oder „Traktion aus langsamen Ecken fehlt“. - Stint fahren & loggen
6–10 Runden im normalen Rhythmus, nicht „alles auf einmal testen“. - Vergleichen – nur eine Ecke priorisieren
PB/Referenz gegen aktuelle Runde legen. Wo kippt das Delta? Welche Eingabe war anders? - Mini-Änderung
Entweder Linie/Technik trainieren oder 1–2 Setup-Klicks (z. B. Rebound hinten −1). - Re-Test & Dokumentation
Nochmal 6–10 Runden. Besser? Ja → fixieren; Nein → zurück/anders.
So vermeidest du Telemetrie-Overkill und bekommst „Lernen in Schleifen“.
Welche Telemetrie-Plots bringen dich wirklich weiter?
Die gängigsten Visualisierungen, die in Simracing Telemetrie-Tools Zeit bringen:
- Throttle/Brake vs. Speed: Siehst du „dragging brake“? Bist du zu früh wieder auf dem Gas?
- Lenkwinkel vs. Speed: Zu viel Lenkung = Rollwiderstand; Verbesserung = kürzerer Lenkwinkel bei gleichem Speed.
- Brake Pressure vs. G-Long: Bremsdruckspitze → modulieren → Trail-Braking sauber?
- Delta-Plot (Zeit über Strecke): Der wichtigste – wo springt die Zeit? Vor, im oder nach der Kurve?
- Tire Core/Surface vs. Druck: Arbeitest du im Fenster? Dropt Grip am Stintlende?
- Damper Histogram (i2): Symmetrie? Überdämpft/unterdämpft? Traktion verloren?
- Ride Height/Bottoming: Aero-Effizienz vs. „Aufsetzen“ – besonders bei High-Downforce.
Kompatibilität: Welches Tool passt zu welcher Sim?
| Sim | Empfehlung „schnell & effektiv“ | Empfehlung „Engineering-Tiefe“ | Add-ons |
|---|---|---|---|
| iRacing | VRS (Referenz), Z1 (leicht), Atlas (frei) | MoTeC i2 via SDK/Logger (fortgeschritten) | SimHub live/Export |
| ACC | Z1 (schneller Einstieg) | MoTeC i2 (offizieller Export) | SimHub live/Export |
| rFactor 2 | Z1 (einfach), Atlas | MoTeC i2 via DAMPlugin | SimHub live/Export |
| Assetto Corsa | Z1 (einfach), AC-Plugins | MoTeC i2 via Logger/Apps | SimHub live/Export |
| AMS/AMS2 | Z1/Atlas | i2 je nach Logger | SimHub live/Export |
| F1-Reihe | Z1/Atlas | i2 (über UDP-Logger) | SimHub live/Export |
Setup-Engineering mit Telemetrie: ein pragmatischer Spickzettel
- Untersteuern am Apex: Vorn mehr Sturz/leicht mehr Front-DF, Heck etwas weicher (Stabi) → nur eine Stellschraube testen!
- Übersteuern Exit: Diff-Power runter, Heck-Rebound weicher, etwas mehr Heck-DF.
- Traktionsloch 2. Gang: Gaspedalkurve glätten, Reifendruck leicht runter, Rebound hinten runter.
- Bremsstabilität schlecht: Brake Bias nach vorn, Heck-Rebound +1, Front-ARB +1 (Tendenz), Ducts prüfen (Bremsfade).
- High-Speed nervös: Mehr Heck-Flügel, Front-Ride Height +1–2 mm (Aero-Balance prüfen), Dämpfer High-Speed leicht rauf.
- Reifen überhitzen: Druck runter, aggressives Lenken/Bremsen entschärfen, Linie sauberer (kein „Scrubben“).
Wichtig: Erst Fahrtechnik, dann Setup. Telemetrie zeigt beides – arbeite vom Fahrer zum Auto.
Praxisbeispiele: Drei typische Fälle mit Lösung
Fall 1 – „Ich verliere 0,3 s in T3 am Einlenkpunkt“
- Trace: Brake zu früh gelöst, Speed am Turn-in zu hoch, Lenkwinkel zu groß → langer Roll ohne Grip.
- Maßnahme: Bremsrelease 0,1–0,2 s später, minimal mehr Trail-Braking; Ziel: kleinerer Lenkwinkel.
- Setup (später): Front-Sturz +0.1°, wenn vorn „schiebt“ – aber erst Fahrtechnik.
Fall 2 – „Im Exit dreht’s mich bei leichtem Gas auf“
- Trace: Diff-Power zu hoch, Rebound hinten zu hart → Rad entlastet, Griplevel springt.
- Maßnahme: Diff-Power −1 Schritt, Rebound hinten −1; Gaspedalkurve weicher.
- Training: 10 Runden Fokus nur auf „progressives Gas“.
Fall 3 – „Nach 8 Runden sterben die Vorderreifen“
- Trace: Core Temp Front > Fenster, Druck steigt, Lenkung zu hektisch.
- Maßnahme: Druck kalt −0.1–0.2 bar (simabhängig), Stabi vorn +1, Brake Bias +0.5 % nach hinten.
- Fahrtechnik: „Einlenken in einer Bewegung“, kein „Sägezahn“.
Häufige Fehler beim Einsatz von Simracing Telemetrie-Tools
- Alles auf einmal ändern: Du weißt hinterher nicht, was es war.
- Zu kurze Stints: Einmalige Hotlap sagt wenig über Stintlänge/Reifenfenster.
- Nur auf Top-Speed starren: Zeit liegt in Bremszone und Minimum Speed.
- Delta ohne Kontext: Das „Warum“ steht im Throttle/Brake/Steering-Trace.
- Engineering ohne Fahrtechnik: Setup kaschiert keine groben Input-Fehler.
- Ohne Dokumentation: Schreibe mit (Änderung, Effekt, Gefühl, Daten-Screenshot).
Einstieg in unter 60 Minuten: Quick-Start pro Tool
MoTeC i2 (ACC/rF2):
- Export aktivieren (ACC) / DAMPlugin (rF2) installieren.
- 10 Runden fahren, Log öffnen.
- Workspace mit Speed/Delta/Brake/Throttle + Tire Temps.
- Eine Ecke fixieren, Hypothese testen, Re-Run.
Z1 Analyzer:
- Tool starten, Live/Import verbinden.
- PB vs. aktuelle Runde übereinander.
- „Bremse zu lang“/„Gas zu früh“ → eine Sache ändern.
- Zwei Curbs definieren: „So und nur so“ drüber.
VRS (iRacing):
- Referenz-Lap laden.
- Delta-Schlüsselstellen → Teilsektoren.
- 15-Min Session nur diese Sektoren.
- Nächstes Problem angehen.
SimHub (ergänzend):
- Live-Delta, einfache Warnungen, ShakeIt moderat.
- Export an – Logs später in i2/Z1 checken.
Pro-Tipps für Teams & Ligen
- Standardisieren: Gemeinsamer Workspace in i2/Z1 für alle.
- Rollen trennen: Fahrer fährt, Ingenieur analysiert (& umgekehrt im nächsten Stint).
- Referenzbibliothek: Pro Strecke/Auto ein „Gold-Lap“ mit Notizen.
- After-Action-Review: 10 Minuten nach jedem Rennen, 1 Screenshot pro Kernproblem.
- Setup-Versionierung: V0.1, V0.2 … mit genau einer Änderung je Version.
Kauf-/Nutzungsberatung: Welche Simracing Telemetrie-Tools für wen?
- Einsteiger & Solo-Fahrer: Z1 Analyzer oder Atlas zum Start; SimHub für live.
- iRacing-Fokus & Coaching-Wunsch: VRS + (optional) Z1/i2 für Tiefe.
- ACC/rF2 Setup-Tüftler: MoTeC i2 Pflicht (ACC Export/DAMPlugin) + SimHub live.
- AC-Allrounder: Z1 + AC-Logger; später i2 via Export.
- Teams/Ligen mit Ingenieur: i2 als Haupttool, Z1 als Fahrerspiegel.
Mini-Glossar Telemetrie
- Delta: Zeitdifferenz zur Referenz entlang der Strecke.
- Trail-Braking: progressives Lösen der Bremse ins Einlenken hinein.
- Histogramm (Dämpfer): Verteilung der Dämpfergeschwindigkeit – zeigt Über/Unterdämpfung.
- Core vs. Surface (Reifen): Kern- vs. Oberflächentemperatur, wichtig fürs Fenster.
- Ride Height: Fahrzeughöhe; beeinflusst Aero/Balance.
FAQ – kurz & hilfreich
Brauche ich Telemetrie, um schneller zu werden?
Ja – du siehst objektiv, wo Zeit liegt und warum. Training wird effizient.
Welches Tool ist „das Beste“?
Keins für alles. Fahrschule: Z1/VRS. Engineering: MoTeC i2. Live: SimHub.
Wie oft analysieren?
Lieber kurz & regelmäßig (10–15 min) statt einmal im Monat 3 Stunden.
Kann Telemetrie falsche Schlüsse nahelegen?
Ja, wenn du Kontext ignorierst. Deshalb: Hypothese → Test → eine Änderung → Re-Test.
Reicht ACC-Export + i2?
Für viele ja. Ergänze SimHub live und ggf. Z1 als „Schnellspiegel“.
Fazit: Simracing Telemetrie-Tools im Vergleich – datengetrieben schneller werden
Simracing Telemetrie-Tools sind der direkteste Weg von „ich glaube“ zu „ich weiß“. Ob du mit Z1 Analyzer schnell verstehst, wo Zeit liegt, mit VRS gegen eine starke Referenz lernst, mit MoTeC i2 dein Setup ingenieurmäßig entwickelst oder mit SimHub live klare Signale bekommst – die Kombination macht den Unterschied.
Starte schlank:
- Wähle ein Analyse-Tool (Z1 oder VRS) + SimHub live.
- Formuliere vor jedem Stint eine Hypothese.
- Vergleiche genau eine Ecke – ändere genau eine Sache.
- Dokumentiere Ergebnis (Screenshot, 2 Sätze).
- Erst wenn Fahrtechnik stabil ist: MoTeC i2 für Dämpfer/Aero.
So baust du in wenigen Wochen eine robuste, datenbasierte Fahrkompetenz auf – und setzt Setup-Arbeit gezielt ein, statt im Nebel zu stochern. Das Ergebnis: echte, reproduzierbare Pace.

