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    Startseite » Private Server aufsetzen (SimRacing) – der komplette Praxis-Leitfaden von 0 bis Pro
    Software & Spiele

    Private Server aufsetzen (SimRacing) – der komplette Praxis-Leitfaden von 0 bis Pro

    FlorianBy Florian5. Oktober 2025Keine Kommentare10 Mins Read0 Views
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    Warum Private Server aufsetzen dein SimRacing verändert

    Du öffnest dein Lieblings-Sim, siehst eine Handvoll öffentlicher Lobbys – und wünschst dir sofort: weniger Chaos, bessere Regeln, saubere Starts, verlässliche Admins, Telemetrie-Daten, vielleicht sogar ein eigener Meisterschaftskalender. Genau hier kommt Private Server aufsetzen ins Spiel. Ein eigener Host für dich, dein Team oder deine Community bedeutet: volle Kontrolle über Streckenrotation, Fahrzeugklassen, BoP-Regeln, Strafsystem, Wetter, Fahrerwechsel, Rejoins und natürlich über die Atmosphäre im Voice- und Text-Chat.

    Dieser Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch alles, was du wissen musst, um Private Server aufsetzen wie ein Profi: von Hardware und Bandbreite über Betriebssystem-Wahl, Firewall, NAT und Port-Forwarding, bis zu Windows- und Linux-Setups, Docker, Systemd, Mods/Workshop-Content, automatisierte Backups, Zeitpläne, Live-Timing, Broadcasting/Overlay, Anti-Cheat, DSGVO/Datenschutz und Best Practices für Admin-Workflows. Dazu bekommst du Tabellen, Spickzettel, Checklisten und Praxisbeispiele, die du direkt übernehmen kannst – egal ob du für Assetto Corsa, ACC, rFactor 2, Automobilista 2, RaceRoom (Dedicated), Project CARS 2, AC Evo oder andere PC-Sims planst.


    Die Architektur verstehen: Was bedeutet Private Server aufsetzen konkret?

    Beim Private Server aufsetzen hostest du den Lobby-/Rennprozess außerhalb deines Spieler-PCs – entweder im Heimnetz (On-Prem) oder in der Cloud (VPS/Root). Der Dedicated Server startet Sessions, verwaltet Slots, liest Konfigurationsdateien (Auto/Track/BoP/Strafen), spricht übers Internet mit Clients und optional mit Telemetrie-/Timing-Tools, Replays oder Streaming-Overlays.

    Typische Bausteine eines SimRacing-Servers:

    • Dedicated Server-Binary des jeweiligen Spiels (meist Headless)
    • Konfigurations-Ordner (Serien-Parameter, Wetter, Zeitpläne, Passwörter)
    • Strecken-/Fahrzeug-Content (Original, DLC, Mods, Workshop)
    • Netzwerkkonfiguration (Ports, NAT, Firewall, QoS)
    • Automatisierung (Autostart, Neustarts, Cron/Task Scheduler, Systemd/Docker)
    • Monitoring & Logging (CPU/RAM/Netz, Logrotation, Crash-Recovery)
    • Add-ons (Live-Timing, TV-Overlays, Ergebnis-Exporter, Web-Admin)
    • Sicherheit (SSH/Benutzer, Updates, Rechte, Backups, DSGVO)

    On-Prem vs. Cloud: Wo Private Server aufsetzen am meisten Sinn macht

    KriteriumHeimserver (On-Prem)Cloud (VPS/Root/Managed)
    Latenz für dichMeist top (Lokal)Gut bis sehr gut
    Latenz für Team/CommunityAbhängig von deinem AnschlussWeltweit gut planbar (Region wählen)
    Bandbreite/UploadOft limitierend (z. B. 10–50 Mbit/s Up)Planbar (100–1000 Mbit/s symmetrisch)
    BetriebskostenStrom + HardwareMonatlicher Mietpreis
    Wartung/UpdatesVoll bei dirTeilweise automatisierbar/managed
    StabilitätRouter/ISP-AbhängigkeitRechenzentrums-Uptime
    SkalierungHardwarelimitFlexible Leistungsstufen

    Faustregel:

    • Kleine Freundes-Runde im selben Land? Heimserver kann reichen.
    • Liga/Community, internationale Fahrer, Streaming? Cloud ist meist besser.

    In beiden Fällen ist Private Server aufsetzen identisch im Grundprinzip; nur Bandbreite, IP-Erreichbarkeit und Uptime unterscheiden sich.


    Ressourcen planen: Hardware, Bandbreite, Betriebssystem

    Hardware

    • CPU: Einzelthread-Leistung wichtig (2.8–5.0 GHz), 4–8 vCPU für 1–3 parallele Server.
    • RAM: 8 GB Minimum, 16–32 GB empfohlen bei Mods/Telemetrie/Mehrfachinstanzen.
    • Storage: SSD/NVMe, 50–200 GB pro Sim inkl. DLC/Mods/Logs/Replays.
    • Netzwerk: Mind. 100 Mbit/s Down/Up; < 50 ms Ping zu deiner Zielgruppe.

    Betriebssystem

    • Windows Server / Windows 10/11: oft „Plug & Play“ für Sim-Binaries.
    • Linux (Ubuntu/Debian/Rocky): sehr stabil, hervorragend für Docker/Systemd, ideal für Headless.

    Beides funktioniert. Für viele Admins ist Linux mit Docker Compose die eleganteste Lösung, um Private Server aufsetzen wiederholbar & updatefest zu machen.


    Netzwerktechnik solide: NAT, Port-Forwarding, Firewall, QoS

    Damit Private Server aufsetzen wirklich online erreichbar ist, brauchst du die richtigen Türen offen.

    Schritte im Überblick:

    1. Statische interne IP für den Server (z. B. 192.168.1.50).
    2. Port-Forwarding am Router: trage die TCP/UDP-Ports deines Sims auf die interne IP ein.
    3. Firewall-Regeln (Windows Defender Firewall / ufw/nftables): genau diese Ports freigeben.
    4. Öffentliche IP/DynDNS: statische IP oder DynDNS nutzen, damit Spieler die Adresse finden.
    5. QoS (optional): Priorisierung von UDP/Spielverkehr, um Puffer/Bufferbloat zu reduzieren.

    Wichtig: Die genauen Portnummern unterscheiden sich pro Titel und Version. Prüfe immer die offizielle Doku/Config-Dateien des jeweiligen Dedicated Servers. Eine gute Praxis ist, Port-Bereiche pro Instanz zu vergeben (z. B. 9700–9799 für Server 1, 9800–9899 für Server 2), um Kollisionen zu vermeiden.


    Sicherheit beim Private Server aufsetzen: Basics, die Ärger verhindern

    • Eigenes Admin-Konto (kein Standard-„Administrator“), starke Passwörter.
    • SSH/RDP absichern (Key-Login, IP-Allowlist, 2FA/VPN, Non-Standard-Ports).
    • Regelmäßige Updates (OS & Dedicated-Binary), Logrotation, automatischer Neustart bei Crash.
    • Least Privilege: Ordnerrechte und Dienstrechte minimal halten.
    • Backups: Konfiguration, Entrylists/Whitelist, Serienkalender, Datenbanken (Timing/Ergebnisse).
    • Datenschutz: Nicknames/Logs/Telemetrie – speichere nur, was du brauchst; weise in Liga-Regeln darauf hin.

    Der Wegweiser: So strukturierst du dein Projekt „Private Server aufsetzen“

    1. Ziel definieren (Fun-Rennen, feste Liga, Endurance, Multiklassen, Broadcasting).
    2. Plattform wählen (On-Prem/Cloud, Windows/Linux).
    3. Ressourcen planen (CPU/RAM/Storage/Bandbreite).
    4. Netzwerk & Domains (Ports, DynDNS, optional Domain/Subdomain).
    5. Server-Binary & Content (Install, DLC/Mods).
    6. Konfiguration (Serienregeln, Wetter, Start, Boxen, Strafen, Passwörter).
    7. Automatisieren (Autostart, Zeitpläne, Backups, Logs).
    8. Add-ons (Live-Timing, Broadcasting-Overlay, Web-Admin).
    9. Test & Staging (Closed Test vor „Public“).
    10. Betrieb (Support, Patches, Kommunikation mit Fahrern).

    Windows-Pfad: Private Server aufsetzen mit Taskplaner & Services

    Schneller Einstieg (Windows)

    1. Dedicated Server installieren (je nach Sim via SteamCMD oder Installer).
    2. Config-Ordner anlegen (z. B. C:\SimServers\ACC\server1\cfg).
    3. Firewall-Regeln hinzufügen (eingehend Regeln für die benötigten TCP/UDP-Ports).
    4. Router Port-Forwarding auf die Server-IP setzen.
    5. Start-Batch schreiben (z. B. start_server.bat), welche die Binary mit dem Config-Pfad startet.
    6. Taskplaner: täglicher Neustart (z. B. 04:55), Crash-Recovery (Neustart bei Fehler).
    7. Dienst (optional): per NSSM („Non-Sucking Service Manager“) die Binary als Windows-Dienst einrichten.

    Beispiel: Minimal-Batch (generisch)

    @echo off
    cd /d C:\SimServers\ACC\server1
    echo Starte Dedicated Server...
    server.exe -cfg=cfg\event.json -car=cfg\entrylist.json -log=logs\%DATE%.log
    

    Tipp: Für mehrere Instanzen kopierst du den Ordner und änderst Port-Bereiche und Log-Ziele. So wird Private Server aufsetzen auf Windows schnell reproduzierbar.


    Linux-Pfad: Private Server aufsetzen mit Systemd & Docker

    Systemd-Variante (ohne Container)

    1. Nutzer anlegen (sim), Ordnerstruktur unter /opt/simservers/<game>/server1.
    2. Binary & Content ablegen, config/ vorbereiten.
    3. Firewall (ufw): ufw allow <port/proto>.
    4. Systemd-Service erstellen: /etc/systemd/system/acc-server1.service.

    Beispiel-Service (generisch):

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    [Unit]
    Description=ACC Dedicated Server #1
    After=network-online.target
    Wants=network-online.target
    
    [Service]
    User=sim
    WorkingDirectory=/opt/simservers/acc/server1
    ExecStart=/opt/simservers/acc/server1/server --cfg config/event.json --car config/entrylist.json
    Restart=on-failure
    RestartSec=5
    LimitNOFILE=65535
    
    [Install]
    WantedBy=multi-user.target
    

    Dann:

    sudo systemctl daemon-reload
    sudo systemctl enable --now acc-server1
    journalctl -u acc-server1 -f
    

    Docker-Variante (empfohlen bei mehreren Instanzen)

    • Vorteile: Versionierung, Isolation, schnelles Rollback, klare Port-Maps.
    • Struktur: docker-compose.yml + Volumes für config/, logs/, content/.

    Beispiel-Compose (generisch):

    services:
      acc_srv1:
        image: yourregistry/acc-dedicated:latest
        container_name: acc_srv1
        restart: unless-stopped
        ports:
          - "9701:9701/udp"   # Beispiel: Game UDP
          - "9702:9702/tcp"   # Beispiel: HTTP/Webadmin
        volumes:
          - ./server1/config:/server/config
          - ./server1/logs:/server/logs
          - ./content:/server/content:ro
        environment:
          - TZ=Europe/Berlin
    

    Passe Ports/Volumes an dein Spiel an. So wird Private Server aufsetzen mit Docker elegant skalierbar (srv1, srv2, srv3 …).


    Konfigurationslogik: Von Entrylist bis Strafkatalog

    Unabhängig vom Sim folgen die meisten Dedicateds einer ähnlichen Logik:

    • Entrylist/Whitelist: Startplätze, Fahrernamen, GUID/SteamID/PSN-ID, Team-Namen, Klassenzuteilung, Nummern, Lizenzen.
    • Event/Session-Setup: Trainingslänge, Quali-Länge, Rennlänge (Zeit/Runden), Startart (Standing/Rolling), Warm-Up.
    • Regeln & Strafen: Track-Limits, Drive-Through-Trigger, Slowdown, Inc-Limits, Vollkurs-Gelb/Safety Car, Start-Delta/Formation.
    • Boxenstopps: Pflichtstopp, Reifenlimit, Reifendruck-Fenster, Fuel-Regeln, Reparatur-Optionen.
    • Wetter/Grip: Live-Wetter/Dynamik, Temperatur, Wind, Gummierung (Green → Rubbered-in), Tag/Nacht-Zyklus.
    • Passwörter: Admin/Join-Pass, Specrator-Pass, Kick/Ban-Berechtigungen.

    Best Practice:

    Testsieger
    Thrustmaster T598

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    Direct Axial Drive Force Feedback-Rennlenkrad für PS5, PS4, PC

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    • Arbeite mit Vorlagen (Template-JSONs/YAMLs).
    • Halte eine Dokumentation der verwendeten Werte pro Event (später reproduzierbar).
    • Nutze Saison-Ordner (z. B. /configs/season_2025/round_03_spa).

    Content-Management: Original, DLC, Mods, Workshop

    Private Server aufsetzen bedeutet auch: Content einheitlich halten.

    • Vanilla/DLC: Stelle sicher, dass alle Fahrer die benötigten DLCs installiert haben.
    • Mods: Versionsstand definieren, Download-Quelle kommunizieren, Hash-Prüfungen beachten.
    • Workshop (rF2 etc.): Server-Sub to Workshop-Items; IDs dokumentieren.
    • Sync-Strategie: Vor jedem Event Content-Freeze + Versionstag (z. B. v1.4.2).

    Tipp: Ein kurzer Pre-Event-Check (Join-Test) spart dir am Rennabend Stunden.


    Live-Timing, Broadcasting & Overlays

    Ein moderner Private Server aufsetzen beinhaltet mehr als nur „Rennen starten“:

    • Live-Timing/Relays: Web-Dashboard mit Sektoren, Gap, Penalties, Pit-Stop-Zählern.
    • Streaming/Overlays: OBS/XSplit mit Web-Overlays (Position Tower, Track Map, Stint Info).
    • Ergebnis-Exporter: JSON/CSV/HTML für Punktewertung, Statistiken und Liga-Webseiten.
    • Automatisierung: Nach Rennende automatisch Ergebnisse archivieren, Tabellen generieren.

    Baue eine Routine auf: Startscript → Race → Export → Backup → Publish. So skaliert Private Server aufsetzen von der Fun-Lobby zur professionellen Liga.


    Admin-Workflows & Moderation

    Private Server aufsetzen ist halbe Miete – die andere Hälfte ist Feldqualität.

    • Regelwerk kurz & klar (Start, Track-Limits, Blue Flags, Protestweg, Voice-Etiquette).
    • Briefing: 5 Minuten vor Start – Keypoints statt Roman.
    • Admin-Tools: Quick-Binds für Kick/Ban, Restart-Vote, FCY/SC (wenn verfügbar).
    • Protest/Stewarding: Formular, Fristen, neutraler Review-Prozess.
    • Transparenz: Entscheidungen kurz begründen, konsequent bleiben.

    Checkliste „Raceday“ (Admin):

    1. Ports/Firewall/Service-Status geprüft
    2. Konfigs (Event/Entrylist) final – Read-Only setzen
    3. Discord/Voice-Join-Link gepinnt
    4. Start-Zeitplan + Passwörter bereit
    5. Crash-Fallback: Neustartplan in 60 s (Script/Service)

    Performance-Tuning & Stabilität

    Damit Private Server aufsetzen auch bei 30–60+ Fahrern sauber bleibt:

    • CPU-Pinning (bei vielen Instanzen), Hintergrunddienste minimieren.
    • Tickrate/FPS (sofern einstellbar): nicht unnötig hochdrehen, lieber stabil.
    • Max Visible Opponents (Client-Seite kommunizieren): Ruckler vermeiden.
    • Netz-Puffer moderat (kein extremes Jitter-Tuning).
    • Logrotation: Größe im Blick, sonst füllt dir Logging die SSD.
    • Neustartfenster: 1× täglich in Off-Hours.
    • Monitoring: htop, nload, vnstat, Windows Leistungsüberwachung, Prometheus/Grafana optional.

    Praxisbeispiele: Templates, die du adaptieren kannst

    A) Fun-Sprint-Abend (Casual, Einsteigerfreundlich)

    • Ziel: Niedrige Hürde, gute Laune, kurze Sessions
    • Konfiguration:
      • Practice 20 min → Quali 10 min → Race 15 min
      • Standing Start, Standard-Strafen moderat
      • Keine Pflichtstopps, Wetter statisch, Tag
      • Passwort nur für Freunde, kurze Briefing-Regeln
    • Kommunikation: Discord-Voice, „Exit-Überholen statt Divebomb“
    • Erfolgskriterium: Viele saubere Zieleinläufe, 0-Kontakt-Challenge

    B) Liga-Sprint (Ranked-ähnlich)

    • Ziel: Punktewertung, klare Regeln, Broadcasting
    • Konfiguration:
      • Practice 30 min → Quali 15 min → Race 35 min
      • Rolling Start mit Formation, Start-Delta streng
      • Track-Limits: drive-through nach X Off-Tracks
      • Pflichtstopp: Reifen oder Fuel, Boxenfenster 10 min
      • Live-Timing/Overlay aktiv
    • Admin: Zwei Stewards, Protestformular, 24 h Frist

    C) Endurance (Team-Rennen, Fahrerwechsel)

    • Ziel: Teamplay, Strategie, Stints
    • Konfiguration:
      • Practice 60 min → Quali 20 min → Race 180–360 min
      • Fahrerwechsel aktiv, Stintlänge definiert
      • Reifen-/Satzlimit, Real-Wetter (dynamisch), Tag/Nacht
      • Safety Car/FCY (wo verfügbar), Penalties streng
    • Organisation: Pflicht-Join-Test, Fuel-Sheets/Briefe, Notfall-Protokoll

    Häufige Fehler beim Private Server aufsetzen – und die schnellen Fixes

    ProblemUrsacheSofort-LösungPrävention
    Niemand kann joinenPorts nicht offen/NAT falschRouter-Forwarding + Firewall prüfenCheckliste vor Event, Port-Scanner
    Hohe Pings/DesyncUpstream zu schwach/BufferbloatQoS aktivieren, Upload-Last minimierenCloud mit stabiler Uplink-Rate
    Crash bei Session-WechselMod-Konflikt/zu wenig RAMProblem-Mod isolieren, Logs lesenContent-Freeze + Pre-Event-Test
    StrafenflutLimits zu streng definiertSchwellen anpassenVorab mit Testgruppe balancieren
    Boxen-ChaosUnklare Regeln/kein TrainingBriefing + Boxen-ChecklistePflicht-Boxenstopp-Probe im Practice

    Automatisierung: Zeitpläne, Backups, Rotationen

    Windows Taskplaner / Linux Cron:

    • Täglicher Neustart 04:55
    • Logrotation (Archiv/Zip) wöchentlich
    • Backup von config/, entrylist/, results/ auf Offsite (z. B. S3/Drive)
    • Event-Rotation: Montags Strecke A, mittwochs Strecke B, freitags Strecke C

    Docker:

    • Tag-basierte Images, docker pull im Wartungsfenster
    • Blue/Green: srv1 alt, srv2 neu → Switch nach Smoke-Test

    Automatisierung macht Private Server aufsetzen wartungsarm – und deine Liga kalkulierbar.


    Recht & Fairness: Was Admins wissen sollten

    • Lizenzen/DLC: Host und Clients brauchen gültige Lizenzen/DLCs.
    • Urheberrecht Mods: Nur Material verwenden/verteilen, das du darfst.
    • Datenschutz: Weisen deine Regeln/Website darauf hin, welche Daten (Nicks, Zeiten, Replays) ihr speichert und warum.
    • Anti-Cheat: Klar kommunizieren, was verboten ist (z. B. veränderte Physik-Files), und wie Checks erfolgen.

    Quick-Spickzettel: Private Server aufsetzen in 10 Punkten

    1. Ziel & Format definieren (Sprint/Endurance/Liga).
    2. On-Prem vs. Cloud entscheiden (Bandbreite, Uptime).
    3. OS & Struktur wählen (Windows + Taskplaner oder Linux + Systemd/Docker).
    4. Dedizierte Ports & Firewall sauber konfigurieren.
    5. Dedicated-Binary + Content installieren.
    6. Config-Templates erstellen (Event/Entrylist/Regeln).
    7. Automatisierung/Backups integrieren.
    8. Live-Timing/Broadcasting optional aufsetzen.
    9. Closed Test mit 4–8 Fahrern durchführen.
    10. Öffentlich gehen, Feedback sammeln, iterieren.

    FAQ – Kurz & knackig zu Private Server aufsetzen

    Brauche ich immer eine statische IP?
    Nein – DynDNS reicht oft. In der Cloud bekommst du in der Regel eine feste IP.

    Wie viele Fahrer schafft ein einzelner Server?
    Abhängig von Sim/CPU/Netz. Realistisch: 20–40 sicher; 50–60+ nur mit starker Hardware und sauberer Konfiguration.

    Windows oder Linux?
    Für Einsteiger ist Windows oft einfacher, Linux punktet bei Stabilität, Kosten und Automatisierung (Docker/Systemd).

    Wie teste ich Port-Freigaben?
    Von externen Netzen mit Port-Scannern prüfen; In-Game Join-Tests sind der ultimative Proof.

    Was, wenn ein Mod crasht?
    Konflikt isolieren (nur diesen Mod laden), Logs prüfen, ggf. Version zurückrollen, Content-Freeze vor Events.


    Dein 7-Tage-Startplan: Vom Nullpunkt zum ersten Rennen

    Tag 1: Ziel/Format, On-Prem vs. Cloud, OS wählen
    Tag 2: Server aufsetzen, Ports & Firewall, DynDNS/Domain
    Tag 3: Dedicated-Binary & Content, Config-Templates bauen
    Tag 4: Automatisierung (Taskplaner/Systemd/Docker), Backups
    Tag 5: Live-Timing/Overlay, Admin-Rollen, Kurzes Regelwerk
    Tag 6: Closed Test (8–12 Fahrer), Bugfixes, Feintuning
    Tag 7: Erstes offizielles Event (Sprint), Ergebnis-Export, Review

    Wiederhole mit wachsender Komplexität (Pflichtstopps, Fahrerwechsel, Multiklassen) – so wird Private Server aufsetzen zur Routine.


    Fazit: Mit Private Server aufsetzen vom Zufallslobby-Fahrer zur eigenen Serie

    Private Server aufsetzen ist der schnellste Weg, dein SimRacing auf Profi-Niveau zu bringen: Du kontrollierst Regeln, Feldqualität, Content, Zeitpläne und die gesamte Fahrer-Erfahrung – vom sauberen Formation-Start bis zum exportierten Ergebnis mit Punktewertung. Mit einer sauberen Netzwerk- und Sicherheitsbasis, automatisierten Neustarts/Backups, klaren Admin-Workflows und optionalem Live-Timing/Broadcasting hebst du deine Community auf ein neues Level.

    Dein nächster Schritt:

    1. Entscheide heute, welches Format du hosten willst.
    2. Wähle On-Prem oder Cloud passend zu Bandbreite und Zielgruppe.
    3. Setze einen Server mit sauberem Port-/Firewall-Setup auf.
    4. Fahre einen Closed Test, sammle Feedback, automatisiere Neustarts/Backups.
    5. Starte dein erstes Event – und bau darauf Woche für Woche auf.

    So wird aus einer Idee ein belastbarer Rennkalender – und aus „mal sehen, was online los ist“ dein ganz persönliches Motorsport-Ökosystem.

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