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    Startseite » Testbericht: Next Level Racing ERS3 – warum Sitzposition und Seitenhalt im Rig den Unterschied machen
    Testberichte

    Testbericht: Next Level Racing ERS3 – warum Sitzposition und Seitenhalt im Rig den Unterschied machen

    SebastianBy Sebastian28. Dezember 2025Keine Kommentare10 Mins Read0 Views
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    Wer im Simracing ernsthaft an Pace, Konstanz und vor allem Kontrolle arbeiten will, merkt früher oder später: Es sind nicht nur Lenkradbase und Pedale, die das Fahrgefühl definieren. Die Sitzposition entscheidet darüber, ob du feinfühlig bremst, sauber einlenkst und in langen Stints konzentriert bleibst. Und der Seitenhalt wird dann relevant, wenn du mit hohen Pedalkräften arbeitest, in schnellen Kurvenkörperhalt brauchst oder einfach eine stabile „im Auto“-Anmutung suchst. Genau hier setzt der Next Level Racing ERS3 an: als Sitz, der explizit für Rig-Setups und Simracing-Belastung gedacht ist – mit Fokus auf Führung des Oberkörpers, definierter Beckenausrichtung und verlässlicher Stabilität beim Bremsen.

    In diesem Testbericht geht es nicht um Marketing-Floskeln, sondern um die zwei Fragen, die im Alltag wirklich zählen: Welche Sitzposition ermöglicht der Next Level Racing ERS3 im Rig – und wie gut ist der Seitenhalt, wenn du am Limit fährst? Ich beschreibe, wie sich der Sitz im Aufbau verhält, welche Einstelllogik im Rig sinnvoll ist, welche Körperformen profitieren und worauf du achten solltest, damit der Next Level Racing ERS3 nicht nur „gut aussieht“, sondern messbar zu mehr Kontrolle beiträgt.


    Kurzüberblick: Was der Next Level Racing ERS3 im Rig liefern soll

    Der Next Level Racing ERS3 positioniert sich als Simracing-Sitz, der eine sportliche, rig-taugliche Ergonomie mit alltagstauglicher Nutzbarkeit verbinden will. Für die Praxis ist vor allem entscheidend, wie klar die Sitzschale (bzw. der Sitzkörper) dich „führt“: Ein guter Simracing-Sitz verhindert, dass du beim Bremsen nach vorne rutschst, und sorgt dafür, dass Schultern und Becken reproduzierbar an derselben Stelle bleiben. Genau diese Reproduzierbarkeit ist im Simracing Gold wert, weil sie Muskelgedächtnis und Pedalgefühl stabilisiert. Der Next Level Racing ERS3 zielt zudem auf spürbaren Seitenhalt, ohne dich so eng einzuschnüren, dass längere Sessions zur Pflichtpause werden.

    Wichtig ist auch die Rig-Perspektive: Ein Sitz kann für sich genommen bequem sein, aber im Zusammenspiel mit Pedalwinkel, Wheel-Deck-Höhe und Sitzschienen wird er erst „richtig“. Beim Next Level Racing ERS3 steht daher die Frage im Raum, ob er sowohl für GT-typische Sitzpositionen als auch für leicht zurückgelehnte Setups taugt. In meinem Eindruck ist der Sitz klar darauf ausgelegt, eine definierte, sportliche Haltung zu unterstützen – und damit eine klare Basis zu schaffen, auf der du dein Rig sauber einstellst, statt dich mit Kompromissen in der Körperhaltung zu arrangieren.


    Aufbau & Verarbeitung im Alltag: Stabilität beginnt vor der ersten Runde

    Beim Simracing wird ein Sitz mechanisch stärker belastet, als viele erwarten: hohe Bremskräfte, wiederholtes Ein- und Aussteigen, Verdrehungen beim „Einparken“ in enge Rigs, plus die Mikrobewegungen, die während eines Stints permanent auftreten. Deshalb ist die Verarbeitung nicht nur ein Schönheitsfaktor, sondern wirkt direkt auf Sitzposition und Seitenhalt. Der Next Level Racing ERS3 hinterlässt hier einen klaren Eindruck von „für den Zweck gebaut“: Nähte, Polsterzonen und die generelle Formgebung wirken auf Simracing ausgelegt, nicht wie ein beliebiger Bürostuhl mit Racing-Optik.

    Für die Praxis relevant: Ein Sitz muss sich im Rig präzise fixieren lassen. Wenn die Sitzbasis nachgibt oder die Befestigung im Betrieb minimal arbeitet, verändert sich dein Pedalgefühl – oft unbemerkt, aber konstant. Der Next Level Racing ERS3 ist in meinem Test besonders dann überzeugend, wenn er sauber ausgerichtet und mit geeigneter Unterkonstruktion verschraubt wird. Die Polsterung vermittelt genug Dämpfung, um Vibrationen nicht unangenehm durchzureichen, bleibt aber stabil genug, um nicht „schwammig“ zu wirken. Das zahlt unmittelbar auf eine ruhige Sitzfläche ein: Du sitzt definierter, und der Next Level Racing ERS3 fühlt sich weniger wie ein Möbelstück und mehr wie ein Bauteil deines Fahrzeugs an.


    Sitzposition im Rig: So findest du mit dem Next Level Racing ERS3 die saubere Geometrie

    Die Sitzposition ist im Simracing kein Stilthema, sondern Biomechanik. Ein sauberer Aufbau bedeutet: Becken stabil, Lendenbereich unterstützt, Schultergürtel entspannt, Arme mit leichtem Winkel, Beine so, dass du mit Kraft und Gefühl arbeiten kannst. Der Next Level Racing ERS3 unterstützt diese Logik durch eine Form, die dich spürbar in eine sportliche Grundhaltung bringt. Das Wichtigste: Der Sitz animiert weniger zum „Lümmeln“, sondern erleichtert eine reproduzierbare Beckenposition. Dadurch verändert sich dein Bremsgefühl oft sofort – weil du nicht mehr gegen deinen eigenen Körper arbeiten musst, sondern gegen das Pedal.

    In der Praxis lohnt sich ein systematisches Vorgehen. Wenn du den Next Level Racing ERS3 montierst, stelle zuerst die Sitzhöhe und den Abstand zu den Pedalen ein, bevor du am Wheel-Deck schraubst. Achte darauf, dass du beim Vollbremsen nicht nach vorne rutschst und dein Rücken nicht hohl zieht. Der Sitz sollte dich so tragen, dass du die Pedalkraft aus Hüfte und Oberschenkeln entwickelst, nicht aus einem verkrampften Oberkörper. Ein guter Check: Du kannst mehrere harte Bremsungen hintereinander setzen, ohne dass sich deine Position im Next Level Racing ERS3 sichtbar verändert. Wenn das gelingt, ist die Basis richtig.

    Praxis-Checkliste für eine gute Sitzposition mit dem Next Level Racing ERS3:

    • Becken „neutral“: weder stark gekippt noch nach hinten eingesackt
    • Knie leicht angewinkelt, auch bei maximalem Pedalweg
    • Rücken anliegend, ohne Druckspitzen im unteren Bereich
    • Schultern entspannt, Lenkrad erreichbar ohne Vorziehen des Kopfes
    • Vollbremsung möglich, ohne dass du dich am Lenkrad abstützen musst

    Seitenhalt im Rig: Was der Next Level Racing ERS3 bei Kurvenlast und Pedalkräften bringt

    Der Seitenhalt wird von vielen unterschätzt, bis sie mit stärkeren Pedalen fahren oder in schnellen Kurven anfangen, unbewusst gegenzuhalten. Genau das kostet Präzision: Wenn dein Oberkörper arbeitet, arbeitet dein Fuß oft mit – und das sieht man dann als unruhige Bremskurve oder inkonstante Einlenkpunkte. Der Next Level Racing ERS3 bietet hier eine spürbare Führung über die seitlichen Konturen im Rücken- und Sitzbereich. Das Ergebnis ist weniger „Hin- und Herrutschen“ und mehr Gefühl, als würdest du im Cockpit eingepasst sitzen. Besonders in Richtungswechseln oder langen, schnellen Kurven hilft das, den Oberkörper ruhig zu halten.

    Wichtig ist aber die Passform: Seitenhalt ist dann ideal, wenn er stabilisiert, ohne zu drücken. Beim Next Level Racing ERS3 fühlt sich das so an, dass du gut geführt wirst, aber nicht dauerhaft „eingeklemmt“. Wer sehr schmal gebaut ist, wird den Halt besonders deutlich spüren – im positiven Sinne, weil die Kontaktflächen früh greifen. Wer breiter gebaut ist, profitiert eher von der generellen Stabilität und der klaren Sitzform, sollte aber darauf achten, dass nichts an Hüfte oder Rippen unangenehm anliegt. In meinem Test war der größte Gewinn: Bei hohen Bremskräften bleibt der Oberkörper ruhiger, weil der Sitz seitlich und im Rückenbereich mehr Gegenhalt liefert. Das ist ein direkter Performance-Faktor, weil du dadurch feinere Dosierung abrufen kannst.


    Feintuning im Setup: Beispiel-Einstellungen für verschiedene Fahrstile

    Der Next Level Racing ERS3 funktioniert nicht isoliert – er „übersetzt“ dein Rig-Setup in Körpergefühl. Deshalb lohnt es sich, typische Simracing-Disziplinen gedanklich zu trennen. GT3/GT4 fährt man häufig mit einer eher aufrechten Sitzposition, während Formel-Setups oft tiefer und stärker zurückgelehnt sind (je nach Rig). Der Sitz unterstützt vor allem eine sportlich-aufrechte Haltung, lässt sich aber so integrieren, dass auch leicht zurückgelehnte Positionen funktionieren, solange Pedalwinkel und Lenkradhöhe mitziehen.

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    Hier ein praxisnahes Raster, das du als Ausgangspunkt nutzen kannst. Es ersetzt kein individuelles Fitting, hilft aber, strukturiert zu testen, was der Next Level Racing ERS3 bei dir bewirkt:

    Fahrstil / EinsatzSitzneigungPedalpositionLenkradhöheFokus im Next Level Racing ERS3
    GT (Sprintrennen)moderat aufrechtmittelhocheher hochreproduzierbare Sitzposition, ruhiger Oberkörper
    GT (Endurance)leicht entspannterkomfortabel erreichbarneutralDruckpunkte minimieren, Seitenhalt ohne Enge
    Drift / Rallyaufrecht, aktivschnell erreichbarneutral bis hochBewegungsfreiheit + stabiler Beckensitz
    Formel-ähnlichtiefer / zurückgelehnthöher, nähertieferBelastung auf Rücken/Becken sauber verteilen

    Der Kern ist immer gleich: Teste Änderungen einzeln und beobachte, ob du im Next Level Racing ERS3 bei Belastung „wandern“ musst. Wenn du nach zehn Minuten merkst, dass du dich immer wieder neu sortierst, stimmt entweder die Sitzposition oder der Pedalwinkel noch nicht.


    Langzeitkomfort: Druckpunkte, Wärme, Ein- und Aussteigen – die realen Faktoren

    Ein Testbericht, der nur die ersten zehn Minuten beschreibt, hilft im Simracing wenig. Interessant ist, wie sich der Next Level Racing ERS3 nach einer Stunde anfühlt, wenn Konzentration, Temperatur und Wiederholbelastung zusammenkommen. Der Sitz zeigt hier seine Stärke, wenn du ihn korrekt einstellst: Die Polsterung wirkt ausreichend stabil, um dich nicht „durchsitzen“ zu lassen, bleibt aber komfortabel genug, um in längeren Sessions nicht sofort zu ermüden. Gerade die Kombination aus definierter Form und brauchbarer Dämpfung ist relevant, weil sie die Sitzposition stabil hält, ohne dass du permanent Gegenspannung aufbauen musst.

    Typische Problemstellen sind bei vielen Sitzen: Kante an der Oberschenkelauflage, Druck an den Seitenwangen, und ein Bereich im unteren Rücken, der entweder zu wenig oder zu viel Druck bekommt. Beim Next Level Racing ERS3 kannst du diese Effekte vor allem über Rig-Geometrie beeinflussen: Wenn Pedale zu weit weg sind, ziehst du dich unbewusst nach vorne; wenn sie zu hoch stehen, drückt es stärker in den unteren Rücken. Für den Alltag ebenfalls wichtig: Ein- und Aussteigen im engen Rig. Je nach Seitenhalt musst du „einfädeln“ – das ist normal bei sportlicher Form. Wer häufig umsetzt oder das Rig mit anderen teilt, sollte auf eine praktikable Schienen- oder Positionierungslogik achten, damit der Next Level Racing ERS3 schnell wieder exakt da steht, wo er hingehört.

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    Pro/Contra aus der Praxis: Was überzeugt – und wo du ehrlich sein solltest

    Der Next Level Racing ERS3 liefert vor allem dann Mehrwert, wenn du Sitzposition und Seitenhalt als Performance-Parameter verstehst. In meinem Eindruck ist das größte Plus die spürbar stabilere Körperführung unter Last. Das führt zu mehr Konstanz und weniger „Kampf“ gegen die eigene Haltung. Gleichzeitig gilt: Ein sportlicher Sitz ist kein Sofa. Wer maximale Weichheit erwartet, wird das Konzept missverstehen. Sinnvoll ist es, den Sitz als Teil eines Systems zu bewerten: Rig-Steifigkeit, Pedalkräfte, Abstand und Winkel.

    Was im Test besonders positiv auffällt:

    • Next Level Racing ERS3 unterstützt eine stabile, sportliche Sitzposition
    • guter Seitenhalt für ruhigen Oberkörper bei hohen Pedalkräften
    • klare Cockpit-Anmutung: „eingesessen“ statt „draufgesessen“
    • geeignet, um Muskelgedächtnis und Reproduzierbarkeit zu verbessern

    Worauf du achten solltest (ehrliche Punkte):

    • Seitenhalt kann je nach Körperform als enger empfunden werden
    • Komfort hängt stark von korrektem Rig-Fitting ab (Pedalwinkel, Abstand)
    • in engen Rigs kann Ein- und Aussteigen mehr Planung erfordern

    Wenn du bereit bist, dein Setup sauber einzustellen, zahlt der Next Level Racing ERS3 diese Arbeit in Form von Kontrolle zurück. Wenn du dagegen häufig „mal eben schnell“ fährst und dein Rig nicht feinjustieren möchtest, wirst du den Vorteil der stabilen Sitzposition weniger ausreizen.


    Fazit: Next Level Racing ERS3 als Upgrade für Sitzposition und Seitenhalt im Rig

    Unterm Strich ist der Next Level Racing ERS3 genau dann ein starkes Upgrade, wenn du dein Rig als Fahrzeugsystem begreifst – und nicht als Sammlung einzelner Hardwareteile. Die Kombination aus definierter Sitzposition und spürbarem Seitenhalt hilft dabei, den Körper zu stabilisieren, sodass Hände und Füße freier arbeiten können. In der Praxis bedeutet das: ruhigere Bremskurven, konstantere Einlenkpunkte und weniger Ermüdung durch unbewusstes Gegenhalten. Gerade bei stärkeren Pedalen oder längeren Sessions wird der Vorteil deutlich, weil der Sitz dich nicht nur „trägt“, sondern aktiv in einer reproduzierbaren Haltung hält.

    Meine Empfehlung ist daher klar: Wenn du aktuell merkst, dass du beim Bremsen nach vorne wanderst, in schnellen Kurven mit dem Oberkörper arbeitest oder nach 45 Minuten spürbar mehr Fehler machst, lohnt der Blick auf den Next Level Racing ERS3. Setze ihn bewusst ein, nimm dir Zeit fürs Fitting, und prüfe deine Sitzposition in Belastungssituationen (harte Bremsungen, lange Kurven, schnelle Richtungswechsel). Wenn das Setup sitzt, wird der Next Level Racing ERS3 vom „Sitz“ zum Performance-Baustein – und genau das sollte ein Simracing-Sitz im Rig leisten.

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    Sebastian ist Redakteur bei simracing-blog.de und beschäftigt sich vor allem mit praxisnahen Themen rund um Simracing. Er bereitet Produktwissen, Setups und technische Grundlagen so auf, dass sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Fahrer schnell zu belastbaren Entscheidungen kommen – von Hardware-Fragen bis zu Optimierungstipps für ein stimmiges Fahrerlebnis. Sein Fokus liegt auf klaren Empfehlungen, verständlichen Erklärungen und Inhalten, die direkt in der Praxis funktionieren.

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